Antony Gormley
Horizon Field

 

 

Antony Gormley: Horizon Field
Eine Landschaftsinstallation im alpinen
Hochgebirge Vorarlbergs, Österreich


Das Kunsthaus Bregenz realisiert mit dem britischen Künstler Antony
Gormley (geboren 1950) ein einzigartiges Projekt in den Bergen
Vorarlbergs. Horizon Field ist das erste Kunstprojekt dieser Art, das im
Gebirge zu sehen sein wird, und zugleich die bislang größte Landschaftsinstallation
in Österreich.
Horizon Field besteht aus 100 lebensgroßen Abgüssen eines menschlichen
Körpers aus massivem Gusseisen, verteilt über ein Gebiet von 150
Quadratkilometern, das die Gemeinden Mellau, Schoppernau, Schröcken,
Warth, Mittelberg, Lech, Klösterle sowie Dalaas umfasst. Das Werk bildet
eine horizontale Linie auf 2039 Metern über dem Meeresspiegel. Diese
Höhe hat für die Platzierung keine spezifische metaphorische oder
inhaltliche Bedeutung. Vielmehr handelt es sich um eine gut zugängliche
Höhe, die zugleich dem Alltag enthoben ist.
Für den Künstler geht es bei Horizon Field um die zentrale Frage: „Welche
Rolle spielt das Projekt Menschheit in der Evolution des Lebens auf
diesem Planeten? Die Figuren erzeugen ein Feld, in dem Menschen mit
aktivem, wachen Verstand aufgefordert sind, Raum und Distanz innerhalb
dieses Feldes statischer Eisenfiguren zu messen. Skifahrer und Wanderer
werden zu einem Teil dieses Feldes. Die Installation würdigt so die tiefe
Verbundenheit zwischen dem sozialen und geologischen Raum, zwischen
Landschaft und Erinnerung.“

Der Abstand zwischen den einzelnen Figuren variiert je nach Topografie
zwischen sechzig Metern und mehreren Kilometern. Die Skulpturen
schauen in alle Richtungen, sind einander aber niemals zugewandt. Neben
den Skulpturen, die man auf Wanderwegen oder über Skipisten erreichen
kann, werden andere von bestimmten Punkten aus sichtbar, aber nicht
erreichbar sein. Die Figuren sind weder Darstellungen (Statuen) noch
Symbole, sondern repräsentieren einen Ort, wo ein Mensch irgendwann
gewesen ist oder sein könnte.
Horizon Field spricht den Körper, die Wahrnehmung und die Vorstellungskraft
all jener an, die in dieses Beziehungsfeld eintreten. Das Werk
wird im Verlauf der zweijährigen Präsentation den Naturgewalten,
unterschiedlichen Lichtverhältnissen und dem Wechsel der Jahreszeiten
unterworfen sein und somit immer wieder neue Wahrnehmungen und
Eindrücke ermöglichen.

Eine Landschaftsinstallation im alpinen
Hochgebirge Vorarlbergs, Österreich
August 2010 bis April 2012

Nähere Informationen finden Sie hier bei Vorarlberg Tourismus