Bregenzer Festspiele

18. Juli - 18. August 2012

André Chénier, das berühmteste Werk des italienischen Komponisten Umberto Giordano, ist in den Sommern 2011 und 2012 erstmals als Spiel auf dem See zu sehen sein. Gezeichnet vor dem Hintergrund der französischen Revolution ist André Chénier, uraufgeführt 1896 an der Mailänder Scala, ein historisches Drama von brillanter Schärfe und eine menschliche Tragödie von erschütternder Intensität; packend gleichermaßen als leidenschaftliches Liebesdrama und als historischer Krimi. Premiere ist am 20. Juli 2011.

Zentrale Gestalt der Oper ist der gleichnamige französische Dichter, eine historische Figur, die in den Wirren der französischen Revolution vom glühenden Anhänger zum erbarmungslos Verfolgten wird und am Ende selbst auf der Guillotine endet.

Denn in André Chénier sind die hochfliegenden Revolutionsideale Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit längst einer grausame Gewaltherrschaft gewichen: Mit dem Poeten Chénier und seiner Geliebten Maddalena geraten zwei Menschen ins Räderwerk der Geschichte, denen als einzige Freiheit schließlich ihre Liebe bleibt – und die tragische Entscheidung für den gemeinsamen Tod.

Flammender Überschwang der Gefühle

Giordanos Musik, getragen von jähzorniger Begeisterung und flammendem Überschwang der Gefühle, gipfelt in einer Hymne an die Brüderlichkeit, an die Liebe – und an die Befreiung durch den Tod. Historische Tänze und Märsche aus der Zeit vor der Französischen Revolution ließ Giordano genauso in seine Musik einfließen wie bekannte Revolutions-Klänge, darunter das "Ça ira" und die Marseillaise. Ergreifende Arien und atemberaubende Duette verleihen der Oper ihren einzigartigen Charakter.

"Ein Meisterwerk – und wie für die Seebühne komponiert!"

"Es ist, als sei André Chenier für die Bregenzer Seebühne komponiert worden, denn diese Oper bietet die perfekte Mischung für diesen Ort: Eine packende Handlung und vier starke Charaktere, gefangen zwischen den Exzessen des Ancien Régime und dem Terror der französischen Revolution. Da sind der Poet André Chénier, dessen Interesse im Grunde weit mehr dem Gefühl als der Revolution gilt, und sein Gegenspieler Carlo Gérard, einst Diener und nun revolutionäre Rädelsführer. Und da ist die junge Adelige Maddalena, die auf der Flucht vor den Aufständischen ist, unterstützt von ihrem Dienstmädchen Bersi, die sich als Prostituierte verdingt, um ihrer Herrin den Lebensunterhalt zu ermöglichen. Giordanos Musik treibt den hochspannenden Plot mit atemberaubender Geschwindigkeit voran.Intendant David Pountney

Leading Team Schirmer, Warner, Fielding

Am Pult der Wiener Symphoniker steht bei André Chénier im kommenden Sommer ein weiteres Mal der bekannte deutsche Dirigent Ulf Schirmer, der zuletzt das Spiel auf dem See Tosca leitete und als Mitinitiator und Spezialist für das einzigartige Akustiksystem BOA (Bregenz Open Acoustics) gilt. Es inszeniert der Brite Keith Warner, für das Bühnenbild zeichnet sein Landsmann David Fielding verantwortlich. Die Kostüme stammen von der Amerikanerin Constance Hoffmann, das Licht von Wolfgang Göbbel. Premiere von André Chénier auf der Seebühne ist am 20. Juli 2011.

Unser Festspiel Arrangement:

Nähere Informationen zu den Bregenzerfestspielen erhalten Sie auch im Internet unter folgendem Link.